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Portrait

Evangelische Fachschule für Sozialpädagogik Lahr - Regine Jolberg

In der Fachschule in Lahr verbinden wir ein modernes, erwachsenengerechtes Unterrichtskonzept mit einer seit langem bestehenden Tradition. Seit 1844 wurden in Nonnenweier – unserem ehemaligen Standort –  pädagogische Fachkräfte ausgebildet. In jedem Jahr nehmen wir Fachschülerinnen und Fachschüler für die Regel- oder die praxisintegrierte Ausbildung auf. Die Fachschülerinnen und Fachschüler begleiten wir besonders intensiv in ihren Lernprozessen. Die für die Praxis erforderlichen Kompetenzen sind Unterrichtsgegenstand.

Die Facvhschülerschaft lernt in unterschiedlichen Handlungsfeldern, in Projekten, auf Exkursionen und an Seminartagen. Neben dem vielfältigen Raumangebot der Schule, das das Arbeiten in Lerngruppen und Teams ermöglicht, trägt auch die auf aktuellem Stand befindliche Freihandbibliothek zu gelingendem Lernen in der Schule bei. Unterkünfte vor Ort können in begrenzter Zahl vermittelt werden.

Wie läuft der Unterricht bei uns ab?

Um die Fachschülerschaft neugierig auf berufliches Wissen zu machen und sie für die Leitung und den Umgang mit Gruppen zu befähigen, haben wir ganz spezifische Unterrichtsformen entwickelt.

Zentrales Anliegen ist dabei, dass die Fachschülerschaft aus eigenem Interesse lernen und sich mit Inhalten der Handlungsfelder auseinander setzen. Ausgangspunkt sind praxisnahe Lernsituationen, welche den Bezug zum erzieherischen Handeln herstellen.

Ebenso kann die Fachschülerschaft sich anhand von Literatur ein Thema erarbeiten und ein Arbeitspapier darüber verfassen. Um ein Arbeitspapier zu verfassen, werden Fachtexte gelesen, zusammengefasst und die wichtigsten Inhalte hervorgehoben. Diese Inhalte werden dem Kurs anhand verschiedener Visualisierungs- und Aktivierungsmethoden vermittelt. Der Kreativität der Studierenden sind methodisch keine Grenzen gesetzt, meistens sind sie mit viel Spaß, Freude und Abwechslung verbunden.

Für den Unterricht stehen Boards in jedem Kursraum und Laptops für den Unterricht zur Verfügung. Die Fachschule setzt auf digitale Medien und nutzt diese für einen Unterricht, der in der Pandemiezeit mit digitalem Unterricht fortgeführt wird und neue interaktive Möglichkeiten des Lehrens und Lernen eröffnet.

Welche Ziele verfolgt unser Unterrichtskonzept?

Folgende Kompetenzen erreichen die Fachschülerschaft:

  • Sicherheit in der Leitung von Gruppen gewinnen
  • Denk- und Lernbereitschaft entwickeln und unterstützen, um auf den produktiven Umgang mit neuen Situationen und Aufgaben vorzubereiten
  • aus eigenem Interesse und selbstverantwortlich lernen, dass sie neugierig werden und die Bereitschaft entwickeln, sich auf Neues einzulassen
  • ein Arbeitspapier zu einem Fachthema verfassen zu können
  • sich Methoden der Gruppenarbeit zu überlegen, mit Hilfe derer die Unterrichtsinhalte vermittelt werden können
  • die eigene Arbeit zu reflektieren und zu beurteilen

Was sind Praxismodelle und wozu dienen diese?

In den verschiedenen Lernfeldern eignet man sich handlungspraktische Methoden an, welche in den Einrichtungen, z. B. Kindergärten, im Alltag eingesetzet werden können. In der Praxis kann es die Aufgabe sein, ein Spiel anzuleiten und mit der Gruppe in einen Spielprozess zu kommen, eine Bilderbuch  mit den Kindern zu erarbeiten, eine Maltechnik einzuführen, einen Tanz mit den Kindern und Jugendlichen einzuüben und vieles mehr. Diese Inhalte werden im Unterricht von den Studierenden erarbeitet, erprobt und reflektiert.

Wie wird auf die Praxis vorbereitet?

Vor jedem Praxisblock gibt es Vorbereitungstreffen für die Studierenden und für deren PraxisanleiterInnen. Bei diesen Treffen wird der Praxisleitfaden vorgestellt, die jeweiligen Aufgabenstellungen besprochen und persönliche Fragestellungen geklärt. Die Praxisvorbereitung bietet Studierenden, PraxisanleiterInnen und den betreuenden DozentInnen Sicherheit und Orientierung für die anstehenden Praktika.

Wie wird die Praxiszeit begleitet?

Die Fachschülerinnen und Fachschüler werden in ihrem Entwicklungsprozess intensiv begleitet. So steht ihnen in der Schule ein/e PraxisdozentIn, in den Einrichtungen ein/e PraxisanleiterIn zur Seite. Ein intensiver fachlicher und persönlicher Austausch zwischen allen Beteiligten ist uns sehr wichtig und somit fest in unser Ausbildungskonzept integriert.

Wie wird die Praxiszeit ausgewertet?

Nach jedem Praxisblock gibt es ein Auswertungstreffen, teilweise auch gemeinsam mit den PraxisanleiterInnen. Dabei werden fachliche und persönliche Erfahrungen, Erlebnisse und mögliche Probleme aus der Praxis anhand verschiedener Methoden intensiv reflektiert sowie ungelöste Fragen gesammelt, um sie in den Lern- und Handlungsfeldern weiter zu erarbeiten und zu vertiefen.